Workshop “Brauchen wir eine Forschungsgruppe Social Media?”

Benedikt Köhler organisiert am Donnerstag Morgen um 10 Uhr einen Workshop zum Thema “Brauchen wir eine Forschungsgruppe Social Media?” Dieser findet in der “Radeberger Lounge” statt (direkt am Eingang links). Diese wird sonst nicht für Workshops genutzt, sondern dient als gemütlicher Rückzugsraum für Gespräche, Interviews und zum arbeiten. Aber bei spannenden Ideen für Treffen räumen wir gerne den Platz. Hier der Ankündigungstext:

Jedes Medium hat eine Arbeitsgemeinschaft oder Forschungsgruppe, die sich um seine Erforschung und die Erhebung von Zahlen kümmert - von IVW, ag.ma bis AGOF. Vermutlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis die großen Medienhäuser auch die Bedeutung des Social Web erkennen und beginnen, es zu vermessen. Nach ihren Kriterien und Interessen.

Wäre es da nicht sinnvoll, diese Angelegenheit selbst in die Hände zu nehmen und eine Forschungsgruppe Social Media ins Leben zu rufen, in der die BloggerInnen sich selbst über die Spielregeln verständigen, mit denen Blogosphäre und Social Networks erforscht und vermessen werden? Zudem könnte eine solche Institution auch als Träger für qualitative wie quantitative Blogstudien agieren sowie als Informationsstelle, die der interessierten Öffentlichkeit zuverlässige Daten über das Web 2.0 zur Verfügung stellt.

Auch die ewige Relevanzfrage könnte in diesem Kontext aufgegriffen werden, berufen sich die Kritiker des neuen Netzes doch immer wieder auf die im Vergleich mit Print und TV geringere Reichweite von Blogs. Doch außer der internen Verlinkung der Blogosphäre gibt es dazu kaum brauchbare Daten. Insofern wäre es auch spannend, darüber zu diskutieren, welche Möglichkeit zur Messung der gesellschaftlichen Bedeutung der Blogosphäre denkbar sind.

Live-Streaming?

Wir planen einen Video-Live-Stream aus dem grossen Saal und Audio-Streams aus zwei kleinen Workshopräumen. Beides mit anschliessendem Podcasting der Inhalte. In der Praxis müssen wir vor Ort schauen, ob alles wie geplant klappt. Mehr Infos dazu wird es daher spätestens am Dienstag geben.

Open Space Area im Keller

Wir werden dieses Jahr den Keller der Kalkscheune mitnutzen können. Dort werden u.a. einige Tische stehen, wo man in Gruppen zusammen arbeiten kann. Gleichzeitig haben wir eine kleine Open Space Area, wo man Projekte und Ideen vorstellen kann oder über die eigene Lieblingstechnologie reden kann. Im Wiki findet sich ein grober Zeitplan, wo selbstständig eigene Programmpunkte ergänzt werden können.

Keynote: Taking Back Local Media

Am Donnerstag um 10 Uhr wird Sean Bonner aus Los Angelese im grossen Saal über “Taking Back Local Media - Blogging about local issues, on a global scale” sprechen. Der Vortrag wird in englisch sein:

At one point in history local media was just that, media that was created by, and focusing on the local. Over the years of consolidation of mass media much of the local reporting was moved to major cities and syndication took over. Thanks to the increasing availability of tools, hyperlocal placeblogs are bringing local reporting back to the locals. From Los Angeles, to New Orleans, to Karachi to London - local bloggers are proving to be a better source of information than any major media company could ever be. This is already happening, where will it go from here?

Sean Bonner ist einer der Gründer von Metblogs.com, einem globalen Netzwerk von lokalen Blogs und bloggt viel über Los Angeles.

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Partner-Workshop: Telekom meets Web 2.0

Die Deutsche Telekom ist Partner der re:publica’08 und bietet im Rahmen der Partnerschaft einen zweistündigen Workshop zum Thema “Telekom meets Web 2.0” am Donnerstag um 10 Uhr an.

Aus der Ankündigung:

Open Innovation ist im Zeitalter von Web 2.0 so wichtig wie allgegenwärtig - auch für Telekommunikationsunternehmen. Deshalb möchten wir Euch zwei Projekte der Deutschen Telekom als Angebot und zur Diskussion vorstellen. “Helios“ wird Entwicklern diverse Dienste aus der Telekom-Welt über offenene Schnittstellen zur Integration in eigene Webseiten und Anwendungen zur Verfügung stellen. Im ersten Schritt sind das Sprach- und Messaging-Dienste, konkret eine Voice Call und eine SMS API. Weitere Dienste sind geplant. Über das Developer Portal kann jeder Teil der Entwickler-Community werden und erhält Zugang zu Dokumentation der Programmierschnittstellen und einem SDK. http://developer.telekom.com

BetaBuzz ist das Testportal der Deutschen Telekom für neue Web 2.0-Dienste und somit die Präsentationsbühne für zukunftsweisende Start-Ups in der Beta-Phase, die ein großes Publikum verdienen. Durch www.t-online.de, das größte General Interest Portal in Deutschland, bieten wir ein weltweit einmaliges Umfeld für potenzielle Partner und interessierte User. Hier erfährt der User als Erster, welche Neuheiten gerade aktuell sind und er kann sie sofort selbst ausprobieren und bewerten. Seine Meinung ist für die Startups und für die Deutsche Telekom wichtig. Auf BetaBuzz entscheidet der User über die Trends von morgen.

Im Vorfeld der re:publica hat Andreas Gebhard ein Interview mit Bianca König über das Engagement der Deutschen Telekom im Bereich Social Software gemacht:


Interview T-COM from newthinking on Vimeo.

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Creative Commons @ re:publica’08

Die Förderung von Creative Commons Lizenzen ist uns ein Herzensanliegen, nicht zuletzt dadurch, weil wir bei newthinking communications die Öffentlichkeitsarbeit für Deutschland betreuen. Dies spiegelt sich nicht nur im Programm der re:publica’08 wieder. Eine Diskussion und zwei Workshops widmen sich explizit dazu und in vielen anderen Einzelversanstaltungen werden sie sicherlich eine Rolle spielen.

Im Rahmen der Video-Subkonferenz wird es am Freitag zwischen 16:30h - 18 Uhr eine Diskussion zum Thema “Creative Commons - Tools for the Remix-Generation” geben.

Creative Commons (cc) erlaubt Kreativen und Nutzern eine flexible Handhabung ihrer Rechte. Anfangs oft als „Info-Kommunismus“ missverstanden, hat sich cc nach fünf Jahren Laufzeit etabliert. Geschätzt soll es über 200 Millionen alternativ lizenzierte Inhalte geben, cc gilt in 43 Ländern weltweit. Zeit das Phänomen zu beleuchten. Wer wendet cc eigentlich an? Ist es nur ein Baukasten-Lizenzsystem für Kreativ-Dilettanten? Oder nutzen es auch Vertreter der klassischen Medien/Kunstwelt? Sind freie Inhalte eine Grundbedingung, damit mündige Netzbürger ihren digitalen Alltag leben können?

Auf dem Podium werden John Weitzmann (CC-Deutschland), Mario Sixtus (Elektrischer Reporter), Jürgen Werwinski (NDR-Programmchef) und Nicole Ebber (Zeitgeisty.cc), moderiert durch Meike Richter über ihre Erfahrungen in der Anwendung diskutieren und verschiedene Facetten beleuchten.

Einen Einführungs-Workshop wird Nicole Ebber am Donnerstag um 14 Uhr im Blauen Saal geben: Wie wir teilen: Der Creative Commons Workshop.

Teilen ist eigentlich ein einfaches und uraltes Prinzip, das lange Zeit nach festen Regeln funktioniert hat. Durch die Digitalisierung unserer Gesellschaft und die veränderten (rechtlichen) Rahmenbedingungen ist Teilen heute allerdings bei Weitem nicht mehr so einfach, wie es früher einmal war. Über das Internet werden immer mehr Inhalte wie Fotos, Musik oder Texte digital verfügbar, bleiben aber oftmals unentdeckt, ungenutzt und ungeteilt. Viele kulturelle Güter sind nur einem begrenzten Publikum vorbehalten, weil die Vorzüge des Teilens sowie die rechtlichen Möglichkeiten weder UrheberInnen noch NutzerInnen wirklich bewusst sind.

Creative Commons Lizenzen setzen dem bekannten, restriktiven ‚all rights reserved’ ein ‚some rights reserved’ entgegen und bauen stattdessen auf einen freien Umgang mit kreativen Inhalten. Mit Blick auf diese innovative Art zu teilen stellt der Workshop CC-Lizenzen mitsamt ihren Vor- und Nachteilen vor. Anhand praktischer Beispiele werden Anwendungsmöglichkeiten demonstriert und aktuelle Entwicklungen aus dem Hause CC erörtert.

Rund um das Thema Geschäftsmodelle mit Offenheit (und Creative Commons) dreht sich ein Workshop mit Diskussion am Donnerstag um 19 Uhr: Open Business: Do you get what you give?, den Elisabeth Nesheim moderiert.

An invitation to discuss the future of open business models, looking at current tendencies within the area of film, literature, music and software. Where transparency, sharing and peer-production is the base of a company’s business strategy.

Wir freuen uns natürlich, wenn alle Teilnehmer der re.publica’08 ihre Bilder, Videos und Texte unter einer Creative Commons Lizenz miteinander teilen. Wie das Funktioniert, kann sowohl auf den deutsch- als auch den englischsprachigen Seiten von Creative Commons erforscht werden.

pl0gbar Berlin #13 - pre re:publica

Am Vorabend der re:publica’08 findet im Sankt Oberholz die “pl0gbar Berlin #13” statt. Die gesamte obere Etage ist reserviert und es gibt dort Netz. Um 19 Uhr soll es losgehen. Das eigene kommen ankündigen kann man auf den gängigen Plattformen.

Wir sind ausverkauft!

Wir haben es ja gehofft und waren zugleich unsicher, ob wir es schaffen würden: Aber wir sind jetzt mit knapp über 800 Teilnehmern ausverkauft! Und das schon eine Woche vor Beginn der Konferenz. Letzte Hoffnung bieten nur noch einige Tagestickets für die Video-Subkonferenz am Freitag, den 4. April. Aber der grosse Spass wird Mittwoch und Donnerstag stattfinden.

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Diskussion: Musik im Netz

Am Donnerstag, den 3.4. wird es um 19 Uhr im grossen Saal die Diskussionsrunde “Musik im Netz” geben. Timor Kodal (Pulsar-Records), Lars Lewerenz (Audiolith), Sascha Kösch (de-bug) und Tim Renner (Motor.fm) werden moderiert von Johnny Haeusler (Spreeblick) über Chancen durch den Einsatz von sozialen Medien und der Leitfrage “Was bedeutet das Internet für Musiker, Labels und die Hörer?” diskutieren.

Musik ist wie Wasser verfügbar. Was bedeutet das für Musiker, Labels und die Hörer? Wie gehen Musiker und Labels mit den neuen Möglichkeiten um, eine direkte Kommunikation zu ihren Hörern über soziale Medien zu führen. Wie werden die Fans in den Produktions- und Distributionsprozess eingebunden. Kurz: Welche Erfahrungen wurden mit Musik 2.0 schon gesammelt?

Diskussion: Advocacy 2.0: Digitaler Aktivismus

Am Donnerstag, den 3.4. gibt es im Rahmen der re:publica´08 eine Diskussion zum Thema “Advocacy 2.0: Digitaler Aktivismus“.

Soziale Medien bieten gerade zivilgesellschaftlichen Organisationen und Initiativen viele Möglichkeiten, auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. In dieser Diskussion sollen verschiedene Ansätze aus verschiedenen Blickwinkeln gezeigt werden, wie man die neuen Rahmenbedingungen des Netzes mittlerweile nutzen kann, um Politik zu organisieren, sich zu vernetzen, sowie neue Kampagnen-Formen und neue Organisationsstrukturen auszuprobieren.

Benedikt Köhler (Auswertung der Burma-Blog-Kampagne), Volker Gassner (Greenpeace) und Christian Scheifl (Aktion Mensch) werden mit mir (netzpolitik.org) über “Kampagnen und NGOs im Netz” diskutieren. Moderiert wird die Runde von Geraldine Bastion.

Die Diskussion findet um 16:30 Uhr im grossen Saal statt.